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Mammographie-Screening

Mammographie = Röntgen der weiblichen Brust, jede Seite in 2 Ebenen.
Screening = Reihenuntersuchung.
Das Mammographie-Screening-Programm richtet sich an alle Frauen im Alter von 50 - 69 Jahren, bei denen bisher kein Verdacht auf Brustkrebs vorliegt.
Ziel der Untersuchung ist die Erkennung von Brustkrebs bevor dieser sich durch Knotenbildung oder andere Beschwerden bemerkbar macht. Mit der Früherkennung steigen die Chancen auf eine Heilung des Brustkrebses und den Erhalt der erkrankten Brust. Wir erwarten bei erfolgreicher Durchführung des bundesweiten Screeningprogrammes eine Reduzierung der Sterblichkeit an Brustkrebs um 25 Prozent!
Untersuchungsgerät

Zur Organisation: An Hand der Meldedaten werden durch eine Zentrale Stelle in Saarbrücken im Verlauf von zwei Jahren Einladungen mit Terminen an alle Frauen der genannten Altersgruppe im Saarland verschickt.Die Reihenfolge richtet sich nach Postleitzahlen und Wohngebieten. Das Screeningprogramm des Saarlandes sieht fünf Orte für die Durchführung der Mammographien vor: die Zentrale in Saarlouis mit den beiden programmverantwortlichen Ärzten (Dr.Bitsch und Dr.Keller) sowie Saarbrücken, St.Ingbert, Merzig und St.Wendel. St.Ingbert ist zuständig für den Saarpfalzkreis, den Kreis Neunkirchen ohne Ottweiler sowie das Sulzbach- und Fischbachtal. Im ungünstigsten Fall dauert es also bis zu zwei Jahren nach dem Start im Oktober ehe die letzte Klientin ihre Einladung erhält. Wer seine Einladung nicht abwarten möchte weil sonst der Abstand zur Voraufnahme zu groß würde oder weil die Mitfahrgelegenheit bei der bereits eingeladenen Freundin genutzt werden soll, kann sich selbst einladen. Dazu bedarf es nur eines Anrufs bei der vermittelnden Zentralen Stelle: 0681 5016100.

Wer nicht warten kann, weil Erkrankungshinweise wie ein Knoten in der Brust oder Hautveränderungen bemerkt werden, sollte sich an seine(n) vertraute(n) Frauenärztin/arzt wenden für die sofortige weitere Klärung, denn das Screening ist nur für gesunde und symptomfreie Frauen gedacht.

Die Mammographiebilder werden von zwei besonders geschulten Ärzten unabhängig voneinander befundet. Sollten beide Ärzte keinen Verdacht auf eine Erkrankung haben, werden Sie innerhalb einer Woche darüber unterrichtet. Das betrifft ca 92% aller untersuchten Frauen. Diese werden dann zwei Jahre später erneut eingeladen werden. Sollte auch nur einer der beiden befundenden Ärzte einen Verdacht äußern, wird zusammen mit dem programmverantwortlichen Arzt das weitere Vorgehen erörtert und der betroffenen Frau ein Vorschlag zur weiteren Abklärung des verdächtigen Befundes gemacht. Sollte sich der Verdacht bestätigen, entscheidet die Patientin zusammen mit ihrem vertrauten Arzt über die Wahl des Brustzentrums, in dem die erforderliche Behandlung erfolgen soll.

Noch ein paar Worte zur Qualität des Programms: Die Röntgengeräte entsprechen den geforderten Standards des europäischen Screeningprogrammes, sie sind zertifiziert nach umfangreichen Überprüfungen. Täglich vor Arbeitsbeginn wird die Bildqualität mittels Datenübertragung zentral in München geprüft und dann erst das Gerät für den Tag freigegeben. Sowohl die radiologischen Fachkräfte, die die Bilder anfertigen in steter Abstimmung mit den verantwortlichen Ärzten, als auch die befundenen Ärzte haben vor ihrer Zertifizierung umfangreiche Weiterbildungen durchlaufen müssen, diese Zertifizierung muß jährlich neu erworben werden und wird nur bei Befundung einer ausreichenden Zahl von Mammographien erteilt: im ersten Jahr mindestens 3000, dann jährlich 5000.

Bitte nutzen Sie die Ihnen gebotene Chance zur Früherkennung des Brustkrebses. Herzlich willkommen!


 
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